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DTF-Kosten

– Für eine seriöse Druckleistung wird ein Epson L8180 benötigt (29 x 42 cm Grafik, genau 12 Minuten Druckzeit bei 1440 x 720 DPI). Der L1800 ergibt preislich wenig Sinn und der L805 (A4) ist die günstigste Lösung für den Druck kleinerer Motive.
– Die Kosten für ein gedrucktes A3-Format liegen ungefähr bei: Folie + Tinte (A3-Folie 1,05 € pro Stück, Tinten je nach Druckqualität nach unserer Einschätzung ca. 1,40 €).
– Die Kosten für das Bepudern liegen bei maximal ca. 0,66 € beim Kauf von 1 kg Kleberpulver (15 Gramm Pulver).
– Die Grafik sollte idealerweise als PNG in Originalgröße 1:1 vorbereitet sein und keine Fehler enthalten, zum Beispiel transparente Raster innerhalb der Grafik.
– Den Folienstreifen liest der Drucker entweder problemlos ein, oder er muss mit Klebeband unterlegt beziehungsweise mit normalem Büropapier vorgeklebt werden. Verschiedene DTF-Rollen werden von Druckern unterschiedlich erkannt und es liegt am Drucker, sich auf den DTF-Film einzustellen. Der Film darf nicht geknickt oder gebogen werden. Am besten ist ein sauber abgeschnittener Streifen, direkt von der Rolle abgerollt. Wir haben verschiedene Materialien von unterschiedlichen Lieferanten getestet und es gibt einfach verschiedene Chargen von DTF-Folien in unterschiedlicher Qualität. Grundsätzlich funktioniert alles irgendwie, manchmal lässt sich damit besser arbeiten, manchmal schlechter.
– Der bepuderte Film muss gründlich abgeschüttelt oder abgeblasen werden. Dadurch vermeidet der Drucker eine mögliche „Kruste“ am Rand der Grafik. Ansonsten ist das Bepudern kein Problem. Jeder Druck muss nach dem Drucken einfach bepudert werden.
– Das Einbrennen ist mit verschiedenen Wärmequellen möglich. Die meisten Drucker werden wahrscheinlich einen normalen Heißluftofen verwenden.
Siebdrucker härten zum Beispiel auch im Trockentunnel oder unter einem Zwischentrockner aus. Es ist auch möglich, den DTF-Druck mit einer Heißluftpistole zu erwärmen, das ist jedoch langsam und fehleranfällig. Alternativ kann er in einer normalen Transferpresse eingebrannt werden. Dabei entfernt man die untere Silikongummimatte und legt stattdessen einen Rahmen ein, zum Beispiel aus OSB. Die Presse wird geschlossen und das Pulver schmilzt, ohne direkten Kontakt. Auch das Einbrennen ist kein Trick: Üblicherweise wird bei 125–135 °C für etwa 2,5 Minuten eingebrannt. Wichtig ist, dass das Pulver schmilzt. Alles hängt also von der Rückmeldung aus Ofen oder Tunnel ab. Wenn es nicht richtig eingebrannt ist, sieht oder fühlt man das und kann „nachbacken“. Am einfachsten ist vermutlich ein normaler Heißluftofen mit drei Rosten. In 2,5 Minuten können so gleichzeitig drei A3-Folien eingebrannt werden. Wenn mehr Roste eingelegt werden, ist eine noch höhere Leistung möglich, je nach Ofentyp. Das Einbrennen kann also hochwertig und sehr schnell sein. Deshalb ist das „Einbrennen“ eines Drucks mit einer Heißluftpistole, wie in Best-Sub-Videos gezeigt, Unsinn.

Transfer:
– Transfer auf Baumwolltextilien: ca. 160 °C und 12 Sekunden. Nach dem Abkühlen der Folie anschließend 12 Sekunden finales Nachpressen.
– Transfer auf Polyester: ca. 165 °C für 3–5 Sekunden. Nach dem Abziehen erneut 3–5 Sekunden nachpressen.

Auf dem Markt gibt es Cold-Peel- und Hot-Peel-Folien. Cold Peel bedeutet nicht, dass man warten muss, bis der gepresste Transfer Raumtemperatur erreicht hat. Er muss einfach etwas abkühlen (20–30 Sekunden?) und dann kann die Folie abgezogen und erneut nachgepresst werden.

FAZIT:

Der Preis hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von der Qualität des Designs, der Druckqualität und den Einstellungen im RIP-Programm. Die Kosten können sowohl gesenkt als auch erhöht werden. Beispiel: 1 Stück A3-Folie kostet 1,05 €, also kosten 100 Stück 105 €. Eine Folienrolle 30 cm x 100 m kostet 109 € und daraus können etwa 230 A3-Folien zugeschnitten werden. Damit würde 1 Stück nur 0,47 € kosten.